Profolk
Hier stehen Berichte von Veranstaltungen, die uns freundlicherweise zur Veröffentlichung übermittelt wurden. Die Autoren sind am Ende eines Berichts namentlich genannt.
 

 

Der Initiator und Veranstalter THOMAS STRAUCH in eigenen Worten:

Liebe Freundinnen und Freunde,

am vergangenen Wochenende haben wir drei wundervolle Tage bei „Folk im Fluss 2021“ verlebet. Obwohl Juni, waren wir doch eines der ersten Feste des Jahres und sind sehr dankbar, dass es wieder möglich war sich zu treffen, um gemeinsam Musik zu genießen. 

Ein ganz herzlicher Dank gilt an dieser Stelle allen Besucher:innen, denn es gab kein Murren ob des nötigen Einlassverfahrens. Vielmehr waren alle gut vorbereitet und hatten ihren Impfpass oder einen eigenen Test dabei. Alles verlief ruhig, entspannt und mit Genuss.

Ganz besonders war in diesem Jahr auch der erste Abend bei „Folk im Fluss“. In lockerem Plauderton sprachen Wolfgang Leyn und Thomas Klatt über die Anfänge der Folkszene in der DDR und was aus ihr geworden ist. Eingerahmt von Musik der Familie Gerstenberg, die dieses Mal auch zum Mitsingen altbekannter Lieder einlud. Das Publikum nahm diese Einladung an und sang nicht zum letzten Mal an den drei Tagen des Festivals. In der Ausstellung „1976 folkende…“, die ebenfalls am ersten Tag eröffnet wurde, war es möglich noch weit aus mehr über die spannende Zeit des ostdeutschen Folkrevivals zu erfahren. Da der Zuspruch sehr große war, wird die Ausstellung noch bis Ende Juni zu sehen sein. Anmeldungen bitte einfach an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

Am Festivalfreitag gab es gleich zwei Bühnen unter dem sonnigen Himmel über den Gerstenberger Höfen. Vor dem Theater des Lachens spielte vor zahlreichem Publikum die Kapela Hałasów. Virtuos und mit sichtbarem Vergnügen spielten Jacek und Alicia Hałas polnische traditionelle Musik. Das nur wenige der Anwesenden des Polnischen mächtig waren, tat der Stimmung nicht im Geringsten Abbruch. In einer kleinen Pause wanderten die Gäste in den Nachbarhof zur KUMA. Dort gab es ein ganz wundervolles Konzert des Trios „Tworna“. Mit Lust an der Improvisation und überraschenden Arrangements, sangen die Drei manchmal kaum zu erkennende eigentlich vertraute Volkslieder. Grandios. Bis spät in die Nacht wurde danach noch frei in einer Session musiziert.

Der letzte Tag von „Folk im Fluss 2021“ war neben dem vollen Programm auch vom Regen geprägt. Das Folkpicknick verlegten wir dann auch rasch ins Innere der Kulturmanufaktur und machten es uns auf der Bühne gemütlich. Am gleichen Ort wagten wir den Versuch eines Masken-Bal-Folk-Workshops. In gewohnter Weise erklärte Marcus Fabian Tänze und die Familie Gerstenberg spielte dazu die Musik. Einzig angefasst haben sich die Tänzer:innen nicht und wegen der Masken wurde in kürzeren Abständen pausiert. Ein Vergnügen war es trotzdem. Der Abend gehört dann dem Duo UnFOLKkommen aus Dresden. Das Konzert startet noch unter blauem Himmel im Hof der KUMA, endete aber im Theatersaal während sich ein ergiebiger Regen vor der Tür ergoss. Die zwei Musiker sangen dann fast drei Stunden lang gemeinsam mit dem wieder trockenen Publikum freche Folkslieder, Gesellenlieder und Lieder aus ihrer sächsischen Heimat.

Folk im Fluss würde bei Weitem nicht so sein, wie es ist, wenn hinter den Kulissen nicht viele tolle Menschen helfen und anpacken würden. Mein allerherzlichster Dank gilt Linda Pickny, Ronja, Katrin, Saskia, Ingrid, Niels und Mani. Außerdem danke ich ganz herzlich dem Theater des Lachens, Familie Gerstenberg, Wolfgang Leyn, Thomas Klatt, Tworna, Kapela Hałasów und UnFOLKkommen. Zum Schluß aber nicht minder wichtig danke ich Kunstgriff e.V., Profolk e.V. und dem Kulturbüro der Stadt Frankfurt (Oder).

Wolfgang Leyn schrieb auf seiner Seite www.ostfolk.de:

"Mein Fazit des 17. Festival-Jahrgangs: abwechslungsreiche Musik, interessante Gespräche, familiäre Atmosphäre, tolle Sessions, wenig Schlaf. Mein Dankeschön an Thomas Strauch und sein Team. Auf ein Neues im Januar 2022!“

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine Gute Zeit bis zur nächsten Ausgabe. Und denkt immer daran, Folkmusik macht glücklich,

Euer Thomas

PS:

Direkter Link zu den Bildern von Folk im Fluss 2021 auf www.folkfluss.de -> https://folkimfluss.wordpress.com/festival/historie/2021-2/ 

Direkter Link zum Artikel von Wolfgang Leyn auf www.ostfolk.de -> https://www.ostfolk.de/aktuell/folk-im-fluss-2021-vielfaltig-und-familiar/ 

Thomas Strauch - Musiker

www.thomasstrauch.com

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In der Ausgabe 32/2020 des Newsletters vom Deutschen Musikrat wurde PROFOLK vorgestellt:

Nur gemeinsam mit seinen Mitgliedern kann der Deutsche Musikrat seine Ziele erreichen. Diese kommen an dieserStelle zu Wort. In dieser Woche im Mittelpunkt der Reihe #DMRBetterTogether: PROFOLK Verband für Lied, Folk und Weltmusik in Deutschland e.V.

Die Idee einen Verband zu gründen,entstand in den Köpfen einiger Folk-Enthusiasten aus dem norddeutschen Raum und Veranstaltern sowie Musikerinnenund Musikernvom Niederrhein. Einer der Hauptgründe, damals so wichtig wie heute, war die Vernetzung untereinander. Daneben sollte es Informations-und Beratungsangebote geben (GEMA-Tarife, Veranstaltungs-KnowHow, Newsletter), Kooperationen mit Netzwerken ähnlich orientierter nationaler und internationaler Organisationen, Präsenz bei Festivals und Messen. Nach zwei Vorbereitungstreffen fand vom 23.-24. November 1984 die Gründungsversammlung von Pro Folk-Dachverband für Folk Musik e.V. in Göttingen statt.

Komplett anschauen unter: https://www.musikrat.de/fileadmin/files/DMR_Musikrat/Publikationen/Newsletter/2020/DMR_Newsletter_32_020920.pdf

 

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10. Art & Ethno Forum- Without Borders in Balchik/Bulgarien

Das zehnte Forum fand vom 19.- 23. September 2019 wieder in Balchik am Schwarzen Meer statt. Organisiert wird es von Scenderman Art Network, der Industrial Association Varna und The Palace Balchik im Palastgarten der ehemaligen Königin Maria von Rumänien.

Der Einladung zur Konferenz folgten neben Christian Pliefke und mir 45 Delegierten aus 13 europäischen Ländern, sowie Teilnehmer aus USA, Canada und Indien. Daneben trafen sich, wie immer, Maler und Fotografen aus Europa.

Nach der Ankunft am Donnerstag hatte man schon Gelegenheit, die meisten Teilnehmer beim Dinner zu begrüßen. Freitag startete in der STONE HALL die erste von zwei Vorstellungsrunden der TeilnehmerInnen. Die zweite Runde begann um 15.00 Uhr, der ein Rundgang mit Führung durch den Palastgarten vorausging.
Um 19.00 Uhr eröffneten die Maler und Fotografen ihre Ausstellung in der STONE HALL, an die sich, wie jedes Mal üblich, die „Welcome Party“ anschloß. Hier wurde mit alten Bekannten und den neuen Teilnehmern geplaudert bzw. Kontakte gepflegt und erneuert.

Samstag – 11.00 Uhr fand in der STONE HALL das Panel: Eastern Europe and Western Europe – why is it so difficult to collaborate together?
Referenten: Emil Bilyarski (Meszecsinka/Ungarn), Johanna Sauramäki(Saura Booking Agency/Finnland), Dariyana Antipova(Velan Kolod/Rußland)

Samstag - 14.30 Uhr Konferenz in der STONE HALL mit dem Thema: „Networking for agents and festivals“ mit den Referenten Nod Knowles(European Folknetwork/England) und Gilles Garand(Espacetrad/Folquebec/Kanada)
Bei dieser Gelegenheit stellte Nod Knowles die in Brüssel gegründete Organisation European Folknetwork vor. Diese europäische Institution bereitet eine Sitzung für die schon vorhandenen Mitglieder in Brüssel vor und zwar vom 28.- 29. November 2019. Infos gibt es auf der Webseite www.europeanfolknetwork.com. Nod Knowles ist auch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen. Eine erste Mitgliederversammlung lt. Satzung soll in 2020 erfolgen. Diese Information war für Christian Pliefke und mich von sehr großem Interesse, denn hier könnte PROFOLK sich als Mitglied einbringen, um die Folkmusik, zusammen mit vielen anderen Organisationen, europaweit weiter zu entwickeln.

Um 19.00 Uhr startete das erste Konzert auf der Bühne direkt am Strand mit den Gruppen  Meszecsinka(Ungarn/Bulgarien), dem Duo Szabadsag(Belgien/Frankreich) und Velan Kolod aus Sibirien.

Sonntag – 10.30 Uhr – Panel: „Culture exchange – a tool for strengthening peoples connect”
Referenten: Hill-Aina Steffenach(Transform/Trondheim World Festival/Norwegen), Annette Bellaoui(Organisation Missing Voices/Dänemark) und Francis Edwards(Ceol Port and Vagrant Arts/Kanada)

Der Nachmittag wurde von allen TeilnehmerInnen zur weiteren Kontaktpflege im Park, im Restaurant oder am Strand genutzt. Nach dem Abendessen im Restaurant KORONA folgte das zweite Abendkonzert am Strand t mit dem Duo Vilda(Finnland), Dipannita Acharya & Arpan Chakraborty aus Kalkutta/Indien und der Gruppe Multumult(Rumänien).

Am Montag wurden wir mit anderen Teilnehmern nach Varna zum Flughafen gebracht, um die Rückreise anzutreten.

Fazit: Das Art & Ethno Forum- Without Borders 2019 bot erneut eine großartige Gelegenheit, die europäischen bzw. außereuropäischen Kontakte zu festigen und zu erweitern. In einer Umgebung, die viel Raum für Kommunikation und Begegnung bietet.

Das nächste Event dieser Art wird im September 2021 über die Bühne gehen.  Wir freuen uns schon darauf!

 

Bericht: Frank Reglin (PROFOLK-Vorstand)

Fotos: Frank Reglin/Daryana Antipova

 

 

Erfolgreiche PROFOLK-Bühnenpräsentation beim 44. Bardentreffen

Im Rahmen des 44. Bardentreffen in Nürnberg (26.- 28.Juli ´19 www.bardentreffen.de ) wurde wieder ein internationales Programm mit hochkarätigen Künstlern geboten. Auch viele StraßenmusikerInnen sorgten für beste Unterhaltung. Die Besucherzahl ging auch in diesem Jahr über die magische Zahl von 200.000 hinaus, dank gutem Wetter und freiem Eintritt.

PROFOLK hatte am Sonntag zu einem interessanten Programm auf dem Trödelmarkt eingeladen. Wie schon in den Vorjahren nutzten dies sehr viele Besucher und füllten schnell den Platz vor der Bühne.

2019 Barden Publikum

Die PROFOLK-MitarbeiterInnen luden am Stand zum Informieren, Plaudern und/oder CDs kaufen ein.

Eröffnet wurde das Programm pünktlich um 14.00 Uhr von Moderatorin Doreen Wolter mit dem Trio STANDARD CROW BEHAVIOR (www.standardcrowbehavior.com) aus USA, Leipzig und Dresden mit Bluegrass, Folk und Pop. Sängerin Judith Beckedorf beeindruckte an Banjo und Mandoline, während Steve Voltz (Gitarre, Gesang) auch eigene Songs vortrug. Filip Sommer begeisterte mit seinem Geigenspiel, griff aber auch bei einigen Songs zur Mandoline. Faszinierend der dreistimmige Satzgesang und das instrumentale Können an Banjo, Gitarre, Mandoline und Geige. Von diesem Trio kann man in Zukunft noch einiges erwarten. Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus.

2019 StandardCrowBehavior

Nach einer Umbaupause traten die ALLIGATORS OF SWING (www.alligators-of-swing.de) auf die Bühne. Das Trio aus Fürth und Nürnberg freute sich sehr über ihr Gastspiel beim Bardentreffen – ist es doch quasi fast vor ihrer Haustür.
Die Musik der 1940er und 1950er Jahren riss das Publikum von Anfang an mit. Es lauschte nicht nur Blues, Boogie und Swing, sondern nutzte den Platz vor der Bühne auch zum Tanzen. Die Moderation und Musikalität von Saxophonspieler Stefan Scholz kam sehr gut an, Christian Jung und Dieter Schreiber begeisterten ebenso an Piano und Kontrabass - gerne mehr davon.

2019 Barden Alligators

Ein Duo aus Berlin setzte das Programm fort: MICHAEL Z.(Gitarre, Gesang) und Instrumentalist KLAUS GUTJAHR (Bandoneon) – das war eine Mischung aus Kabarett, Chanson, Tango und Barockmusik. Mal begleitete Klaus Gutjahr seinen Kollegen, mal gab Michael Z. den Solisten und dann konnte man Klaus Gutjahr erleben, wie er mit seinem Bandoneon die Besucher mit Tangos verschiedener Komponisten und Barockmusik von Bach bis Scarlatti verzauberte. Genial, was er aus seinem Instrument herauszuholen im Stande war – ein großartiger Musiker! Michael Z. (www.michael-z.de ) setzte ebenfalls viele Akzente, vor allem auch mit einer Parodie auf seine berühmten Musikerkollegen.

2019 Barden MichaZ KlausGut

Den Abschluß dieser Konzertreihe gestaltete die Gruppe SOLID GROUND (www.solid-ground.de) aus Würzburg, die schon einmal das Publikum begeistern konnten. Spannende Poesievertonungen wechselten sich ab mit eigenen Instrumentalstücken – das Publikum ließ sich von der Musik anstecken, von dem was die Sängerin Simone Papke und ihre sieben experimentierfreudigen Musikerinnen und Musiker ihnen zu bieten hatten.

2019 Barden SolidGround

Ein toller Schlußact an diesem Sonntagabend - das Publikum war hoch zufrieden und wäre sicher noch länger geblieben. Jedoch um 22.30 Uhr war auf allen Bühnen in der Stadt Schluß – aber es gibt ja wieder ein Bardentreffen vom 

31. Juli bis 02. August 2020

Bericht: Frank Reglin

Fotos: Maik Wolter

 

 

PROFOLK beim Bundespräsidenten in Bonn

Der Deutsche Musikrat hat seine Mitglieder ermuntert, Teilnehmer für ein Konzert „Höhner Classic“ in der Villa Hammerschmidt in Bonn anzumelden. Im Rahmen einer Würdigung durch den Bundespräsidenten sollte dies Konzert ein „Dankeschön“ für alle ehrenamtlich Tätigen im Bereich der Amateurmusik sein.

Von der PROFOLK-Geschäftsstelle wurde ich dem Deutschen Musikrat als Teilnehmer gemeldet - insgesamt gab es mehrere tausend Anmeldungen.
Davon wurden 700 Teilnehmer ausgesucht, die dann eine offizielle Einladung des Bundespräsidenten bekamen.

Am Donnerstag, 20. Juni 2019 bildeten sich vor der Villa Hammerschmidt um 17.00 Uhr zwei lange Schlangen von Teilnehmern, um die Sicherheitskontrollen zu passieren. Nachdem ich in den Park gelangte, händigte mir ein junger Mann einen Regenschutz aus, da für kurze Zeit Regen angesagt worden war. An einem der Tische rechts neben der Bühne nahm ich Platz, zwischen Damen des „Polizei Frauen Chor Köln“ und einer Frauen Chorgemeinschaft aus dem Sieger Land. Nebenan saßen Gäste aus Aachen, bayrische Teilnehmer erkannte man an den Trachten. Ein buntes Gemisch aus allen Teilen des Landes.

Pünktlich um 19.00 Uhr betrat der Bundespräsident die Bühne und begrüßte humorvoll die Anwesenden dieses Konzertabends. Er bedankte sich ausdrücklich für die ehrenamtlichen Aktivitäten im Bereich Amateurmusik unter anderem mit den Worten:
„Sie alle stehen stellvertretend für die vielen in unserem Land, die Menschen zur Musik bringen, die Interesse wecken und neugierig machen, aber natürlich auch Können und Kenntnisse fördern. Sie alle tragen mit dazu bei, dass wir in unserem Land eine reiche und vielfältige Musiklandschaft haben, und dafür ihnen allen ganz, ganz herzlichen Dank!“

Die Junge Sinfonie Köln spielte u.a. Werke von Robert Schumann, Jaques Offenbach, Beethoven und begleitete die Höhner bei „Because“ von den Beatles und vielen ihrer bekannten Ohrwürmer. Der Bundespräsident und seine Gattin wünschten sich als Zugabe den Song „Music was my first love“ und genehmigte dann schmunzelnd noch weitere Zugaben der MusikerInnen.

Das Konzert der Höhner hat mich durch die musikalischen Qualität der Band an diesem Abend stark beeindruckt. Auch die Junge Sinfonie hinterließ einen starken Eindruck bei mir.

Insgesamt war diese Veranstaltung ausgezeichnet organisiert – es gab absolut nichts zu kritisieren. Daher bleibt für mich nur zu sagen: Schön, dass ich dabei sein durfte!

Frank Reglin  (PROFOLK-Vorstand)

Fotos: Frank Reglin
Kurzvideo unter google: Höhner Classic beim Bundespräsidenten (2:54 Min.)

 

FOLKELARM 2018 vom 08.- 11. November in Oslo/Norwegen

FOLKELARM ist die größte Zusammenkunft der internationalen Folk- und Weltmusik -Community in Skandinavien. Künstler und Künstlerinnen aus Norwegen und den anderen skandinavischen Ländern stellen sich in Showcases einem großen Publikum vor, das neue Musikrichtungen entdecken möchte. In den Konzerten präsentieren sich Newcomer, sowie etablierte und bekannte KünstlerInnen.

Die Veranstaltung, die im Kongress- und Konzertzentrum RIKSSCENEN stattfindet, wurde 2005 vom nationalen norwegischen Verband für Folkmusik und Tanz ins Leben gerufen.
85 Delegierte aus den USA, Holland, Großbritannien, Deutschland und Skandinavien waren in diesem Jahr eingeladen. Deutschland war mit 4 Delegierten vertreten:
Mike Kamp vom Weltmusikmagazin FOLKER, Frithjof Strauss (Nordischer Klang) und für PROFOLK Christian Pliefke und Frank Reglin.

Es wartete ein sehr umfangreiches Programm auf die Delegierten, denn außer 16 Workshops konnten insgesamt 74 Showcases besucht werden – ein Mammutprogramm!

Freitagmorgen wurden die Delegierten zu einer Busfahrt eingeladen, die zum berühmten Holmenkollen (Skisprungschanze) führte. Leider war durch dichten Nebel nichts zu erkennen. Interessanter war da schon der Mausoleumsbesuch des norwegischen Malers Emanuel August Vigeland, dessen ehemaliges Atelier nun auch seine Ruhestätte ist. 
Hier erwartete uns ein Gitarrist plus Sängerin, die das 20 Sekunden dauernde Echo im Mausoleum zu einer beeindruckenden Performance ausnutzten. 
Danach ging es weiter zum Mittagsbüffet und auf der Rückfahrt war dann auch die Sprungschanze zu sehen, da sich der Nebel verzogen hatte.


Foto 1: Kongress- u. Konzertzentrum RIKSSCENEN /Oslo

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19. Peter-Rohland-Singewettstreit
NACHLESE:

Liebe Freundinnen und Freunde des Peter-Rohland-Singewettstreits und der Waldeck,

Am 8. September 2018 trafen sich wieder einige hundert Musikinteressierte auf der Waldeck um den Sängerinnen und Sängern des diesjährigen Singewettstreits zu lauschen. Wunderschönes Wetter war uns dieses Jahr vergönnt und wir konnten das Wochenende draußen verbringen. Die Zuschauer, deren Zahl ein eindrucksvolles Bild an der Freiluftbühne bot, hörten insgesamt 22 Beiträge in den vier Kategorien. Es gab endlich mal wieder eine richtige Entscheidung in der Fahrtengruppenkategorie, darüber hinaus viele unterschiedliche Einzelsänger, eine Renaissance des politischen Liedes und Beiträge zum Mitwippen und solche zum Träumen in den Kategorien Singekreise und Ensemble. Besonders viele junge Künstler bereicherten den Wettstreit nicht nur bei den Fahrtengruppen, sondern auch Einzelsängern und Ensembles. Der sonst manchmal so dahergesagte Satz „Die Jury brauchte lange Zeit und intensive Diskussionen, um sich zu entscheiden“ gewann eine ganz neue Dimension angesichts der Vielfältigkeit der Einzelsänger. Abends ging es bis zum Morgengrauen am Feuer weiter und gesungen wurde gemeinsam in beeindruckend guter Atmosphäre.

 Am Freitag Abend hörten die Anwesenden die Lieder der neuen CD des Zugvogelbundes „Schräger Silberspring“, Begleitet von ausgefeilten Arrangements mit Geige, Akkordeon, Klarinette und solch seltenen Instrumenten wie der Waldzitter. Moderiert von den jeweiligen Textern und Komponisten der Lieder sorgte das siebenköpfige Ensemble für einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend.

Wenn in diesem Jahr Happy, Dido und den vielen Helfern gedankt wird, geschieht dies unter besonderen Umständen. Happy und Dido verbringen ihre letzte Wochen als Burgvogt-Paar auf der Waldeck und übergeben bald das Szepter an ihre Nachfolger, die ihrerseits als Helfer dabei waren. Happy und Dido haben den Singewettstreit von Anfang an mit vollem Einsatz unterstützt und sorgten nun 19 Jahre am Stück für die nötige Infrastruktur und perfekte Rahmenbedingungen. Wir wünschen den beiden alles erdenklich Gute beim Start in ihren neuen Lebensabschnitt und freuen uns darauf, wenn sie uns als Gäste wieder besuchen kommen.

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Jazz Folk & Bike Festival 2018

Das kleine, feine Festival fand vom 31.08.- 02.09.18 in SYKE bei Bremen statt.

Für die 16. Ausgabe von Jazz Folk & Bike gab es ein interessantes und breit gefächertes Programm, wie immer, an diversen Spielorten. PROFOLK war natürlich auch vor Ort präsent!

Freitag, 31.08. startete die LAZAREV GROUP mit dem Programm „Shine your light“ im Garten des Syker Vorwerkes. Es gab Musik des Gitarristen IGOR LAZAREV, filigran und kraftvoll, angereichert mit Jazz-, Rock- und Latin- Elementen. 
Im Anschluss wurde, in Kooperation mit dem Hansa-Kino Syke, das Musikdrama „Whiplash“ gezeigt, der 2015 drei Oscars gewann. Der Musikthriller thematisiert die psychischen und physischen Torturen, die junge Musiker auf sich nehmen, um an die Spitze der musikalischen Weltrangliste zu gelangen.

Samstag, 01.09. – 15 Uhr , präsentierte das Kölner Bläserensemble TALKING HORNS auf dem Hohen Berg ihr Programm „Go Alpine“. Dieser Ort war ein Novum beim Festival, hat aber viele Besucher angezogen, und das nicht nur wegen des schönen Wetters.

Samstag, 01.09. – 18 Uhr, fand ein denkwürdiges Konzert im ebenfalls neuen Spielort „Gleis1“ statt. Die Sängerin und Multiinstrumentalistin KAROLINA CICHA (Akkordeon, Keyboard, Loops)aus dem Nordosten Polens brachte traditionelle, oft auch sakrale Musik ihrer Heimatregion zu Gehör, die sie auf moderne Weise interpretierte. Die sie begleitenden MusikerInnen zeigten ihr Können auf Dulcimer, Oud, Saz und diversen historischen Kniegeigen.
Karolina Cicha- ein Name, den sich Veranstalter merken sollten(www.karolinacicha.eu).

Samstag, 01.09. – 20.30 Uhr , das Berliner Sextett HOLLER MY DEAR(www.hollermydear.com) kam mit Disco-Folk auf die Diele des Kreismuseums. Die Musik kam sehr gut an und die zahlreichen Besucher bedankten sich mit viel Beifall. Auch dieses Konzert wurde unter „besonders empfehlenswert“ bei Besuchern und Veranstalter eingestuft.

Sonntag, 02.09. – 11.30 Uhr, wiederum bei sonnigem Wetter konnten THE SHEVETTES aus Berlin zahlreiche Besucher im Biergarten des Restaurants „Maximilian“ begrüßen. Die Ladies waren sehr gut aufgelegt und verblüfften mit mehrstimmigem Gesang und einer hervorragenden Sologitarristin. Die Mischung „Soulful Rockin`Folk`n Country Blues“ setzte Maßstäbe – Die Ladies bekamen nach dem Konzert etliche Komplimente, auch von Musikern aus der Region, zu hören.  THE SHEVETTES (www.shevettes.de) – warum nicht demnächst wieder in der Region?'


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